Pep me up Diabetes Blog

Stephanie Haack © privat

Darum geht es:

Blutzuckerspiegel, Insulin, Kohlenhydrate, Glucose, Energiebilanz – für Steffi sind das Alltagsbegriffe.

Steffi bemerkte im Juni 2009, dass sie immer schwächer und müder wurde. Dazu kam ein unbändiger Durst. Schnell war ihr klar, dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmte. Die Diagnose ihres Arztes: Diabetes Typ I, eine Autoimmunerkrankung. Dabei greift der Körper die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse so lange an, bis diese kein Insulin mehr produzieren.

Seitdem hat Steffi einen „neuen Vollzeitjob“, wie sie selbst es ausdrückt. Und das ist gar nicht so einfach: Mehrfach am Tag spritzt die junge Frau sich Insulin. Dazu muss sie jedes Mal den Blutzuckerspiegel kontrollieren und die benötigte Menge an Insulin errechnen – sportliche Aktivität und Stress sind zusätzliche Faktoren, die bedacht werden müssen. Schon ein kleiner Fehler bei der Berechnung führt zur Unter- oder Überzuckerung – und die ist „einfach nur scheiße“, wie die heute 27-Jährige geradeheraus schreibt.

In ihrem Blog „Pep me up Diabetes Blog – Mit Diabetes leben, reisen und genießen“, den sie vor zwei Jahren gestartet hat, möchte Steffi ein realistisches Bild vom Leben mit Diabetes zeichnen, ihre eigenen Erfahrungen teilen und eine Plattform zum Austausch mit anderen bieten.

Es gibt Blogeinträge zu den unterschiedlichsten Themen: Packlisten zum Download, die besten Diabetes-Fachbegriff-Dolmetscher, Kochrezepte mit praktischen Angaben zu Kohlenhydraten & Co., Testberichte zu Diabetes-Zubehör, Links zu Kampagnen, Charity-Galas und anderen Blogs. In der Rubrik „Leben“ schreibt Steffi frei und natürlich über alles, was sie beschäftigt, und gibt Einblick in ihre Gefühlswelt. Sie macht deutlich, dass es bei einem Leben mit Diabetes kein schwarz und weiß gibt, sondern ein ständiges Auf und Ab. Mal beschreibt sie ihren Diabetes als „Monster“, ein paar Einträge später als „süßen Begleiter“.

Der Name des Blogs „Pep me up“ ist nicht zufällig gewählt. Die junge Frau liebt bunte, fröhliche Farben. Deshalb stört sie auch das triste Design der Diabetes-Utensilien. Kurzerhand hat sie deshalb selbst ein paar schöne Sticker entworfen. Vor allem mit Cupcake-Motiven – diese liebt Steffi nämlich über alles. 🙂

Besonderes:

Die große Themenvielfalt des Blogs und die Möglichkeit, den gesamten Blog auf englisch zu lesen.

Motivation:

„Mit meinem Diabetes fühlte ich mich jahrelang sehr allein. Es brauchte den Hinweis eines Arztes und einen kleinen Flyer, um mich auf eine ganz einfache Lösung aufmerksam zu machen: Die Diabetes-Online-Community. In den unzähligen Facebook-Gruppen und auf den vielen tollen Blogs fühlte ich mich sofort aufgehoben, verstanden und unterstützt. Ich wollte sofort Teil davon werden und meinen eigenen Senf dazu geben – so entstand nach kurzer Zeit mein Blog ‚Pep me up’, auf dem ich meinen Diabetes-Alltag teile.“

Der Link zum Blog:

http://pepmeup.org